Tauchen lernen auf Koh Tao, Thailand

März 5, 2023 | Blog, Thailand

Tauchen stand auf unserer Bucket-List ganz weit oben. Nun waren wir im Tauchmekka von Thailand gelandet: Die kleine Insel Koh Tao ist weltbekannt für seine Tauchspots und dadurch haben sich hier auch zahlreiche Tauchschulen niedergelassen. Die Unterwasserwelt ist rund um Koh Tao ganz besonders und zudem herrscht eine unglaubliche Artenvielfalt vor. Da auf der Insel gerade für Tauchanfänger die Bedingungen ideal sind, fiel unsere Entscheidung relativ leicht, hier unseren Tauchschein zu machen.
Unterwasserwelt Koh Tao
Tauchen stand auf unserer Bucket-List ganz weit oben. Nun waren wir im Tauchmekka von Thailand gelandet: Die kleine Insel Koh Tao ist weltbekannt für seine Tauchspots und dadurch haben sich hier auch zahlreiche Tauchschulen niedergelassen.Die Unterwasserwelt ist rund um Koh Tao ganz besonders und zudem herrscht eine unglaubliche Artenvielfalt vor. Da auf der Insel gerade für Tauchanfänger die Bedingungen ideal sind, fiel unsere Entscheidung relativ leicht, hier unseren Tauchschein zu machen.

Die richtige Tauchschule finden

Die Auswahl an Tauchschulen auf Koh Tao ist riesig. Wir entschieden uns jedoch relativ schnell für Ban’s Diving Resort. Auf die Tauchschule stößt man gleich als erstes bei der Google-Recherche, da sie auf Grund ihrer Größe und Auszeichnungen einen gewissen Bekanntheitsgrad erlangt hat. Sie wurde nicht nur zur besten Tauchschule in Thailand, sondern auch zur besten in Asien ausgezeichnet. Die Kurse werden sogar in deutscher Sprache angeboten, was ein großer Vorteil für uns war. Somit konnten wir Verständigungsschwierigkeiten aufgrund der Sprache ausschließen. Der Preis war mit gerade mal 265 Euro pro Person (Stand 2017) für den PADI Open Water Kurs unschlagbar günstig und beinhaltete sogar ein Zimmer im dazugehörigen Resort für die komplette Zeit.

Fazit

Wir waren mit unserer Wahl sehr zufrieden, fühlten uns immer gut aufgehoben und sicher. Es hatte uns zum Ende hin sogar so viel Spaß bereitet, dass wir im Anschluss noch den PADI Advanced Open Water Kurs gemacht haben. Daher sprechen wir eine klare Empfehlung für Ban’s Diving Resort aus.

Der PADI Open Water Kurs

Der PADI Open Water Kurs ist der Anfängerkurs, wenn du in die Welt des Tauchens einsteigen möchtest. PADI heißt: Professional Association of Diving Instructors und ist ein amerikanisches Unternehmen, das weltweit Tauchausbildungen anbietet. Die Zertifizierung von PADI unterscheidet sich in der Qualität nicht von anderen wie dem von SSI und wird weltweit anerkannt.

Der Open Water Kurs beinhaltet:

  • 5 Theorie-Lektionen,
  • 5 Module im Swimming-Pool
  • 4 Tauchgänge im Meer (vom Tauchboot aus)
In drei voll gepackten Tagen bekamen wir all das nötige Wissen über die Tauchausrüstung, Tauchphysik sowie -physiologie vermittelt und lernten fundamentale Tauchtechniken kennen, um die Unterwasserwelt zukünftig in jedem Urlaub oder auch in heimischen Gewässern geniessen zu können.
Vorsicht Moräne

Theoriestunden und erste Taucherfahrungen im Pool

Der erste Tag begann abends mit einem Einführungskurs. Wir lernten unsere Tauchlehrer sowie die Gruppe für die nächsten Tage kennen, mussten einige Zettel ausfüllen und unterschreiben, bekamen unsere Unterlagen und mussten uns anschließend einen mehrstündigen Film anschauen sowie Fragebögen dazu ausfüllen. Nun hieß es mal wieder die Schulbank drücken und das im Urlaub! Aber alles auf freiwilliger Basis. Wir mussten auch schnell feststellen, dass wir in der circa 20 Mann starken Gruppe die ältesten waren und zudem die einzigen aus dem Osten!
Die nächsten Tage klingelte recht früh der Wecker. Wir bekamen zunächst unsere Tauchausrüstung zusammengestellt und wurden damit vertraut gemacht. Viele neue Begriffe und technische Details flogen uns um die Ohren und wir versuchten uns alles zu merken. Die ersten Taucherfahrungen überhaupt sammelten wir in einem Pool. Hier sprangen wir in voller Montur herein und schwammen erstmal ein paar Runden, um zu demonstrieren, dass wir auch wirklich dazu in der Lage sind. Wir nahmen unsere ersten Atemzüge unter Wasser, was ein sehr aufregendes Gefühl war.
Gasflaschen
Die Klasse wurde in kleinere Gruppen mit bis zu fünf Mann aufgeteilt und jede bekam ihren eigenen Tauchlehrer zugeteilt. Nun absolvierten wir nach und nach unter Wasser verschiedene Übungen. Dabei waren Patrick und ich von dem Tag an Tauch-Buddys (Tauchpartner) und mussten immer zusammen bleiben, miteinander kommunizieren, aufeinander aufpassen und gegenseitige Ausrüstungs-Checks durchführen. Wir bekamen mit der Zeit mehr Sicherheit im Umgang mit der Technik und die Atmung wurde allmählich ruhiger. Nach einer Mittagspause ging nachmittags die nächste Theorie-Einheit los, bei der wir wieder viel neues Lernten. Wir waren gut den ganzen Tag beschäftigt und fielen abends erschöpft ins Bett.

Unser erster Tauchgang im offenen Meer

Am darauffolgenden Morgen waren wir ganz schön aufgeregt, denn heut standen unsere ersten beiden Tauchgänge auf dem Programm. Ich musste mich erstmal beruhigen, da ich doch einen ganz schönen Bammel davor hatte. Nur mit Mühe bekam ich etwas zum Frühstück herunter. Doch bevor es losging, mussten wir uns noch ein letztes Mal mit Theorieeinheiten quälen und im Anschluss folgte noch eine “Prüfung”. Wir mussten dafür einen Fragebogen ausfüllen ganz ohne Aufsichtsperson – man konnte also nur bestehen.
Nach dem Mittag kamen wir zu einem Briefing zusammen, in dem wir wichtige Regeln und Punkte durchgingen und den Ablauf klärten. Wir packten unsere Tauchausrüstung und fuhren mit einem kleinen Boot zum eigentlichen Tauchboot.
Unser Tauchboot
Wir steuerten eine schöne Stelle an und überprüften während der Fahrt unsere komplette Technik und bauten alles zusammen. Es gab noch einmal ein letztes Briefing auf dem Deck, wir arbeiteten mit unserem Tauch-Buddy die Sicherheitschecks ab und zogen uns komplett an.
Die Tauch-Ausrüstung vorbereiten
Mit der schweren Gasflasche auf dem Rücken und den Schwimmflossen an den Füßen watschelten wir über das rutschige und schwankende Boot – eine erste Herausforderung. An Bord passieren übrigens die meisten Unfälle, so sagte man uns. Konnten wir direkt nachvollziehen. Nun mussten wir nacheinander vom Deck ins Wasser springen – das stellte für mich eine ganz schöne Überwindung da.
Der Sprung vom Boot
Der erste Tauchversuch war schneller zu Ende als gedacht. Wir mussten ein gutes Stück zu der Stelle schwimmen, wo das Seil war, an dem wir hinunter gehen wollten. Da beschleunigte sich schon mal der Puls und die Atmung. Nun war es soweit, wir ließen die Luft aus unserer Tarier-Weste. Nacheinander hangelten wir uns Stück für Stück an dem Tau herunter und machten gleichzeitig Druckausgleich.
Einstieg am Seil ins Wasser
Ich hatte da schon Probleme mit der Atmung und hatte etwas Respekt vor der Tiefe des Meeres. Als dann ein weiteres Boot an das Seil andockte, wodurch es mir entrissen wurde und eine Strömung mich ergriff, geriet ich leicht in Panik. Nun setzte die Schnappatmung ein und ich deutete an, dass ich nach oben wollte. Ich sollte zurück zum Boot schwimmen.
Betrübt wartete ich dort auf die anderen. Es dauerte nicht lange und dann kamen sie auch schon. Patrick hatte unter Wasser von meinem Abbruch nichts mitbekommen und kletterte währenddessen weiter fröhlich am Seil herab. Da die Sicht nicht so gut war, verlor er bald darauf auch die anderen beiden aus unserer Gruppe sowie mit ihnen den Tauchlehrer. Er blickte sich um und musste feststellen, dass der Tauch-Buddy ebenso nicht mehr da war. Nun war er allein auf sich gestellt, schwamm vom Seil weg, irrte etwas umher und tauchte kurz darauf wieder an die Oberfläche auf. Ein gelungener erster Tauchgang würde ich sagen.
Blumengirlande soll Glück bringen

Die bunte Unterwasserwelt

Dank gutem Zureden und motivierenden Worten von Seiten des Tauchlehrers, stellte ich mich einem zweiten Versuch. Und siehe da, wir haben es als Gruppe 12 Meter nach unten auf den Meeresboden geschafft. Bevor wir jedoch den eigentlichen Tauchgang genießen konnten, mussten wir zunächst nacheinander alle Pflichtübungen absolvieren, die wir zuvor im Pool geübt hatten. Dazu zählen grundlegende Sachen, wie richtiger Druckausgleich, Wasser aus der Brille bekommen, wie reagiere ich, wenn ich über den Atemregler keine Luft mehr bekomme, wenn er aus dem Mund gerissen wird oder wie bewege ich mich im Wasser richtig fort.
Eine der Übungen unter Wasser
Als das überstanden war, konnten wir uns endlich voll und ganz auf die bunte Unterwasserwelt und mit den vielen neuen Eindrücken einlassen. Ab jetzt konnte ich endlich abschalten und vergaß dabei den vorangegangenen Tauchgang sowie alle damit verbundenen Ängste. Das Atmen fiel zu dem Zeitpunkt überhaupt nicht mehr schwer. Schwerelos schwebten wir an den vielen Korallen und Fischschwärmen vorbei. Es war ein unbeschreibliches Gefühl und wir waren überwältigt. Die Zeit verging wie im Flug und dann mussten wir leider auch schon wieder aufsteigen.
Hand in Hand mit dem Tauchbuddy
Da uns der erste misslungene Tauchgang nun fehlte, sprangen wir etwas später noch ein drittes mal ins Wasser, um diesen nachzuholen. Ab jetzt ging alles bereits viel einfacher und dieses Mal konnten wir den kompletten Tauchgang einfach nur genießen. Im Anschluss schwammen wir nach dem Aufsteigen direkt an Land zur Tauchstation. Am Ende des Tages waren wir sehr glücklich, dass es doch so gut für uns ausgegangen ist und wir waren auch ein wenig stolz auf uns.
Zwei chillende Fische
Am Letzten Tag ging es früh raus auf das Meer und wir genossen unsere letzten beiden Tauchgänge. Heute stiegen wir 18 Meter herab, die maximal mögliche Tiefe für den PADI Open Water Diver. Es verlief alles ohne Zwischenfälle und am Ende hatten wir unseren Tauchschein in der Tasche! Wir feierten abends noch ein wenig in der Fishbowl Beach Bar und ließen den letzten Tag auf Koh Tao ausklingen.

0 Kommentare

Einen Kommentar abschicken

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert